Sonntag, 23. Juni 2013

Weibliche Spiritualität

Ich habe mir (wie in einem vorherigen Post schon angedeutet) wirklich das Buch Avalon - der Pfad der Göttin gekauft. Es liegt gard neben mir auf der Bettdecke und kleine silberne Fädchen strömen im steten Fluß aus dem Buch heraus zu mir und verbinden meinen Geist mit ihm.

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob es mir wirklich gefällt. Der Schreibstil ist ein bisschen sonderbar und was mich als berufsgeschädigte Grafikerin unglaublich stört ist der uneinheitliche Abstanz zwischen Buchstabe und Interpunktion. Blocksatz hin oder her, was ist das denn für ein Schriftbild?! Der Abstanz zwischen den Worten kann ja wegen mir variieren, aber nicht bei den Satzzeichen. DAS hemmt nun wirklich meinen Lesefluß.

Aber das ist alles nicht so wichtig und Nebensache. Ich fühle mich von diesem Buch angesprochen und angezogen. Ich habe beim Lesen - und ich bin noch nicht wirklich weit gekommen - festgestellt, dass ich im Moment meine weibliche Spiritualitat wirklich lebe und dieses Ausleben wirklich brauche. Ich glaube fast, dass hat damit zu tun, dass ich nun Mutter bin und manche Sachen erst jetzt verstehen kann. Ich war immer jemand, der den Gott und die Göttin brauchte, die gesunde Dualität die Spannung erzeugt und Leben spendet, Hell und dunkel, Mann und Frau. Und jetzt plötzlich steht das Weibliche Prinzip im Vordergrund und fordert seinen Tribut, ruft mich, will mich und ich rufe zurück und will es auch. Es tut so gut. Ich fühle mich so ganz.

Nach langer, langer Zeit fühle ich mich wieder in meinem Glauben geborgen, geschüzt, angekommen. Ich kann den Glauben in mir wieder zulassen, ihn lodern lassen, wild und frei und kraftvoll oder still glimmen lassen, wartend bis ich ihm Nahrung gebe um ihn dann zu bewundern, stark und schön und weiblich.

Nur diese paar Seiten des Buches haben mich dazu gebracht mir darüber Gedanken zu machen und mir klar zu machen, dass es die weibliche Seite, die Göttin ist, die ich in dieser Zeit brauche, um zu verstehen was es heißt Leben zu geben, zu nähren, zu lieben. Wer bin ich nun, da ich eingegangen bin in den großen Kreislauf des Lebens und einen Teil meiner Bestimmung nun vollbracht habe...

Und so mache ich mir diese Gedanken an diesem Mittsommerabend im Juni. Jedes Mittsommerfest sitze ich und schreibe. Es scheint schon fast zu einem Ritual geworden zu sein... (der Post wird erst Sonnatg veröffentlicht, also nicht wundern)

Es ist so spannend und aufregend diesen Weg zu gehen.

Ich bin so glücklich und dankbar, dass es so ist, wie es ist.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

LinkWithin